Mit der Bedienpanel-Funktion von Compact Logic lässt sich aus den im Designer angelegten Bedien- und Anzeigeelementen eine übersichtliche grafische Benutzeroberfläche (GUI) zusammenstellen. Schalter, Eingabefelder, Messwerte, Zustände und Meldungen machen die Anwendung bedienbar, ohne dass der Anwender den Programmplan verstehen muss.
Der Entwickler legt fest, welche Controls mit welchen Ein- und Ausgängen verbunden werden und welche Elemente im Bedienpanel sichtbar sind. Damit bestimmt er, welche Einstellungen der Anwender vornehmen kann und welche Informationen und Meldungen angezeigt werden. Eingaben wirken direkt auf die zugeordneten Blockeingänge; Anzeigen stellen die verbundenen Werte und Zustände dar.
Das separate Programm CL-Operation-Panel stellt diese Bedienoberfläche unabhängig vom geöffneten Designer bereit. Es verbindet sich mit dem Compact-Logic-Gerät und verwendet die dort hinterlegte Konfiguration. So kann die fertige Anwendung über eine eigene, kompakte Oberfläche bedient und beobachtet werden.
Ein Beispiel ist eine Temperaturregelung: Der Bediener erhält ein Eingabefeld für die gewünschte Temperatur, einen Schalter zum Ein- und Ausschalten sowie Anzeigen für Istwert, Betriebszustand und Störmeldungen. Welche weiteren Parameter zur Bedienung angeboten werden, entscheidet der Entwickler bei der Gestaltung der Oberfläche.
Auf diese Weise entsteht eine klare Trennung zwischen Entwicklung und Bedienung: Der Entwickler erstellt die Logik und gestaltet den Zugang zur Anwendung. Der Bediener erhält eine auf seine Aufgaben abgestimmte Oberfläche mit den vorgesehenen Einstellmöglichkeiten und Informationen.

Direktstart mit festgelegter Verbindung
Die CL-Programme können beim Start eine Verbindungsinformation als Parameter erhalten. Damit lässt sich beispielsweise eine Desktop-Verknüpfung anlegen, die direkt das gewünschte Gerät öffnet – ohne vorherige Geräteauswahl.
Die Schreibweise des Parameters ist entscheidend:
COM3– Verbindung über die serielle Schnittstelle COM3TCP192.168.1.50– TCP-Verbindung zur angegebenen IP-AdresseUDP192.168.1.50– UDP-Verbindung zur angegebenen IP-Adresse
Das Präfix COM, TCP oder UDP wird großgeschrieben und direkt vor die Schnittstellennummer beziehungsweise IP-Adresse gesetzt, ohne Leerzeichen. Weitere Verbindungsarten sollen später hinzukommen.
Für eine Verknüpfung zum CL-Operation-Panel könnte das Feld „Ziel“ beispielsweise so aussehen:
"C:\CompactLogic\CL-Operation-Panel.exe" TCP192.168.1.50
Der Programmpfad und die IP-Adresse werden an die eigene Installation angepasst. Beim Öffnen der Verknüpfung startet das Bedienpanel direkt mit der angegebenen Verbindung.
So kann der Entwickler dem Bediener einen festen Zugang zu einer Anlage bereitstellen: Ein Klick auf die passend benannte Verknüpfung öffnet die dafür vorgesehene Bedienoberfläche.