Hardware im Compact-Logic-System einrichten – CL-PlatformSetup

Ablauf: Hardware für Compact-Logic vorbereiten

Voraussetzung ist, dass auf dem Gerät bereits die passende Compact-Logic-Firmware installiert ist. Ab diesem Punkt ist der Ablauf immer gleich:

  • Der Diagrammdesigner wird geschlossen
  • Die CL-PlatformSetup App wird gestartet
  • Es erscheint der bekannte Dialog mit allen verfügbaren Geräten
  • Das gewünschte Gerät wird ausgewählt
  • Anschließend öffnet sich eine grafische Oberfläche zur Hardware-Konfiguration

Zur Vereinfachung kann der gesamte Ablauf direkt aus dem CL-ProgramDesigner über „Menü → CL-PlatformSetup starten“ angestoßen werden; alle erforderlichen Schritte werden dabei automatisch ausgeführt.

In dieser Oberfläche werden die vorhandenen Schnittstellen, Ein- und Ausgänge sowie weitere hardwareabhängige Funktionen festgelegt und gespeichert.
Nach Abschluss der Konfiguration wird das Gerät neu gestartet, sodass die Einstellungen wirksam werden.

Hinter diesem Einstellungsdialog verbergen sich alle Hardware-Konfigurationen, die aktuell von Compact-Logic unterstützt werden. Anstatt diese an dieser Stelle vollständig in Textform oder Tabellen zu beschreiben, wird der Ablauf exemplarisch anhand eines kurzen Videos gezeigt.

In ein paar Minuten zur ersten Anwendung / Ablauf im Video – Schritt für Schritt

  1. Auf dem leeren Board ist die Compact-Logic-Firmware bereits installiert; das Gerät ist per USB verbunden.
  2. Der CL-ProgramDesigner wird gestartet. Das Gerät ist noch nicht eingerichtet und die SPS ist angehalten.
  3. Über das Menü wird „CL-PlatformSetup starten“ ausgewählt.
  4. Im Setup wird die Option zum automatischen Start der SPS aktiviert und ein Gerätename vergeben.
  5. In der Bus-Konfiguration wird GPIO 9 für die RGB-LED-Leiste festgelegt und die maximale Anzahl auf 200 LEDs gesetzt.
  6. Die Voreinstellungen werden gespeichert und der Punkt „IOs einrichten“ geöffnet.
  7. Die benötigten digitalen Ein- und Ausgänge werden definiert und mit passenden Namen versehen.
  8. Über die Schaltfläche unten rechts werden alle Einstellungen in einem Schritt übernommen:
    Die Konfiguration wird gespeichert, das Setup-Programm geschlossen, ein Reset ausgeführt und der CL-ProgramDesigner neu gestartet.

Viele der verfügbaren Optionen sind bewusst selbsterklärend gehalten und orientieren sich an gängigen Konzepten aus der Embedded-Welt. Dort, wo Konfigurationen spezieller werden oder einen größeren Kontext benötigen, werden sie jeweils im passenden Tutorial ausführlicher erläutert.

Hardware-Setup: Einmal einrichten, mehrfach nutzen

Grundprinzip

  • Die Hardware wird in der Regel einmalig eingerichtet.
  • Das CL-PlatformSetup-Tool wird nur erneut benötigt, wenn sich die reale Hardware ändert oder erweitert wird.
  • Für die tägliche Arbeit mit Logik und Funktionsbausteinen wird ausschließlich der Diagrammdesigner verwendet.

Konfigurationsdatei

  • Hardwareeinstellungen und Programmlogik werden gemeinsam in einer Konfigurationsdatei gespeichert.
  • Diese Datei bildet die vollständige Beschreibung eines Geräts und seines Verhaltens.

Wiederverwendung und Serien

  • Fertige Konfigurationen lassen sich einfach auf weitere Geräte übertragen.
  • Dadurch können kleine Serien oder identische Aufbauten ohne erneute Einrichtung umgesetzt werden.
  • Eine Konfiguration kann alternativ auch direkt in eine angepasste Firmware integriert werden.

Backups und Simulation

  • Die Konfigurationsdatei entspricht auch den automatischen Backups des Systems.
  • Sie kann direkt für die Simulation verwendet werden.
  • Ein passender Offline-Viewer wird automatisch mit installiert; ein Doppelklick auf die Datei genügt.

Anpassungen für andere Boards

  • Einige Tutorials stellen vollständige Beispielkonfigurationen zum Download bereit.
  • Wird ein anderes Board verwendet, sind gegebenenfalls Anpassungen der Hardwarekonfiguration erforderlich.
  • In der Praxis betrifft dies meist nur die Neuzuordnung der GPIOs.
  • Die gleiche Konfiguration kann so auch auf unterschiedlichsten Boards genutzt werden, selbst bei abweichendem Prozessortyp oder Ausstattung.

Vorkonfigurierte Hardware

  • In manchen Fällen ist die Hardware bereits durch den Boardhersteller vorkonfiguriert.
  • Solche Geräte können ähnlich wie kompakte Kleinsteuerungen sofort eingesetzt werden.

Ablauf im Video – Konfiguration übertragen und simulieren

  1. Das Programm wird im Diagrammdesigner geringfügig angepasst.
  2. Die Konfiguration wird lokal auf dem PC gespeichert.
  3. Die gespeicherte Datei wird im OfflineViewer geöffnet.
  4. Die Konfiguration wird als Simulation gestartet.
  5. Die simulierte Anwendung wird getestet.

Hardware-Setup und Logik – zwei getrennte Schritte

Die Hardware-Konfiguration in Compact-Logic ist bewusst von der Arbeit im Diagrammdesigner getrennt. Während im Diagrammdesigner Logik aufgebaut, Funktionsbausteine kombiniert und Abläufe flexibel verändert werden, betrifft die Hardware-Konfiguration grundlegende Systemressourcen wie Pins, Schnittstellen und Treiber. Diese Entscheidungen sind global, wirken sich auf das gesamte System aus und werden in der Praxis nur selten geändert.

Aus diesem Grund liegt der Fokus bei der Hardware-Konfiguration auf einer klaren, einmaligen Initialisierung. Nach dem Einrichten und Speichern der Hardware wird das Gerät gezielt neu gestartet. So ist sichergestellt, dass ausschließlich die tatsächlich verwendeten Ressourcen belegt sind und alle nicht benötigten Ressourcen zuverlässig freigegeben werden. Dieses Vorgehen reduziert Seiteneffekte und senkt die Fehleranfälligkeit deutlich.

Die CL-PlatformSetup App ist daher bewusst als separates Werkzeug ausgelegt. Sie dient der vorbereitenden Systemkonfiguration, während der Diagrammdesigner für das laufende Arbeiten mit Logik und Funktionsbausteinen optimiert ist. Diese klare Trennung hält beide Werkzeuge übersichtlich und sorgt für ein stabiles und gut nachvollziehbares Gesamtsystem.