Im CL Designer lassen sich Konstanten und Systemvariablen per Drag & Drop mit Blockeingängen verbinden. Einfach den gewünschten Eintrag auswählen und auf einen Eingang ziehen – zusätzliche Hilfsblöcke sind dafür nicht erforderlich.
Damit stehen drei Möglichkeiten zur Verfügung:
- Konstanten für feste Vorgaben und gemeinsam verwendete Werte
- Externe Konstanten für Werte, die während des Betriebs aktualisiert werden
- Systemvariablen für die vom Controller bereitgestellten Systemwerte
Konstanten: einmal definieren, mehrfach verwenden
Sollwerte, Grenzwerte oder Berechnungsfaktoren werden häufig an mehreren Stellen eines Programms benötigt. Mit einer Konstante können diese Vorgaben zentral verwaltet werden.
Eine Konstante besitzt:
- einen Namen
- einen Datentyp: Ganzzahl oder Gleitkommazahl
- einen Wert
- bei Bedarf eine Einheit und ein Anzeigeformat

Dieselbe Konstante kann mit mehreren Eingängen verbunden werden. Wird ihr Wert geändert, verwenden alle angeschlossenen Eingänge die neue Vorgabe.
- gemeinsame Solltemperaturen
- Grenzwerte für mehrere Überwachungsfunktionen
- Leistungsbegrenzungen
- Faktoren für Berechnungen
Externe Konstanten: aktuelle Werte in die Steuerung übernehmen
Eine Konstante kann als extern beschreibbar eingerichtet werden. Dann lässt sich ihr Wert während des Betriebs durch eine externe Anwendung ändern. Die Verbindungen im Designer bleiben bestehen.
Typische Anwendungen sind:
So können beispielsweise folgende Werte in die Steuerungslogik einfließen:
- Außentemperatur und Wettervorhersagen
- aktuelle Energiepreise
- berechnete Leistungsvorgaben
- Sollwerte aus einem übergeordneten System
Direkte Unterstützung im PDC
Der Process Data Collector unterstützt die Zuordnung zu externen Konstanten:
- Konstanten vom Zielgerät laden
- Eine vorhandene Konstante als Ziel auswählen
- Bei Bedarf eine fehlende Konstante auf einem freien Platz anlegen
- Die Werte im gewünschten Intervall übertragen
Mehrere Konstantenwerte werden dabei mit einem einzigen Command gemeinsam übertragen. Das reduziert den Kommunikationsaufwand, auch bei häufigen Aktualisierungen.
Die laufenden Wertupdates erfolgen im Arbeitsspeicher. Sie lösen keinen automatischen Flash-Schreibvorgang aus. Beim Anlegen einer neuen Konstante kann die Gerätekonfiguration optional dauerhaft gespeichert werden.

Systemvariablen: Systemwerte direkt nutzen
Systemvariablen stellen die vom Controller bereitgestellten Systemwerte für die Programmlogik zur Verfügung.
Die Verwendung funktioniert genauso einfach:
- Systemvariable in der Liste auswählen
- auf einen Blockeingang ziehen
- den Systemwert in der angeschlossenen Funktion verwenden
Damit können Systemwerte unmittelbar in Berechnungen und Bedingungen eingebunden werden.
Beispiel: Außentemperatur zentral bereitstellen
Eine Außentemperatur soll in mehreren Funktionen verwendet werden:
- Eine externe Gleitkomma-Konstante „Außentemperatur“ mit der Einheit °C anlegen.
- Die Konstante im Designer auf die gewünschten Blockeingänge ziehen.
- Im PDC den Wetterdatenpunkt dieser Konstante zuordnen.
- Das Aktualisierungsintervall einstellen und die Übertragung starten.
Der PDC aktualisiert die Konstante regelmäßig. Alle angeschlossenen Funktionen verwenden den jeweils aktuellen Wert.