Compact-Logic-Simulator

Steuerungslogik ausprobieren – direkt am PC

Mit dem Compact-Logic-Simulator können Sie Funktionsblöcke testen und ihr Zusammenspiel ausprobieren, ohne dafür reale Hardware anzuschließen. Fügen Sie im Designer Blöcke hinzu, verbinden Sie deren Ein- und Ausgänge und beobachten Sie, wie Ihre Logik auf unterschiedliche Eingangswerte reagiert.

So lassen sich Funktionen kennenlernen, Berechnungen nachvollziehen und Schaltbedingungen prüfen. Auch bei der Fehlersuche hilft der Simulator: Sie können Eingangswerte gezielt verändern und die Auswirkungen direkt verfolgen.

Simulation starten und im CL-Program-Designer testen

  1. Installieren Sie die Compact-Logic-Software und starten Sie den Designer.
  2. Wechseln Sie in der Geräteauswahl zum Reiter „Simulationen“
  3. .Öffnen Sie beispielsweise „leer.umsrsim“ mit einem Doppelklick.
  4. Designer und Simulator starten gemeinsam. Sie können nun ohne angeschlossenes Gerät arbeiten.

Nun können Sie den CL-Programm-Designer ohne reale Hardware testen.

Im Designer erstellen und verbinden Sie die Funktionsblöcke. Im Simulatorfenster verändern Sie die simulierten Eingangswerte und beobachten die Hardwareausgänge. So können Sie unmittelbar verfolgen, wie Ihr Programm reagiert.

Die hier gezeigte Beispielsimulation enthält zwei digitale Eingänge, einen analogen Eingang und einen digitalen Ausgang. Andere Simulationsdateien können eine andere Ausstattung mitbringen.

  • Digitale Eingänge: Schaltzustände vorgeben.
  • Analoger Eingang: unterschiedliche Messwerte ausprobieren.
  • Digitale Ausgänge: die Reaktion des Programms beobachten.

Jetzt heißt es: Ausprobieren!
Fügen Sie beliebige Blöcke hinzu, verknüpfen Sie diese nach Ihren Wünschen, ändern Sie die Eingangswerte im Simulator und beobachten Sie die Ergebnisse in Echtzeit!

Simulator als Netzwerkgerät verwenden

Der Simulator lässt sich auch unabhängig vom Designer starten. Öffnen Sie dazu CL-Simulator.exe im Installationsverzeichnis der Compact-Logic-Software.

Die gestartete Simulation stellt sich über das Netzwerk wie ein Compact-Logic-Gerät zur Verfügung. Wenn Sie anschließend den Designer öffnen, erscheint sie in der Geräteauswahl. Sie können sich über TCP mit ihr verbinden und mit den unterstützten Funktionen wie bei einem realen Gerät arbeiten.

Das ist beispielsweise hilfreich, um Remoteverbindungen zwischen CL-Systemen oder den Zugriff mit der Smartphone-App auszuprobieren. Die Einschränkungen bei der Nachbildung von Hardwarefunktionen gelten dabei weiterhin.

Eigene Konfigurationen simulieren

Als Grundlage einer Simulation können Sie auch eine gespeicherte Gerätekonfiguration verwenden:

  1. Erstellen Sie eine Kopie Ihrer Backupdatei, damit das Original erhalten bleibt.
  2. Ändern Sie die Dateiendung der Kopie von .umsr in .umsrsim.
  3. Kopieren Sie die Datei in den Unterordner umsrimages des Compact-Logic-Installationsverzeichnisses.

Die Datei steht anschließend im Reiter „Simulationen“ zur Auswahl.

Eine Simulationsdatei verwendet dasselbe Dateiformat wie ein Gerätebackup. Die andere Dateiendung kennzeichnet sie für die Auswahl als Simulation. Hardwareabhängige Teile der gespeicherten Konfiguration werden dadurch jedoch nicht automatisch nachgebildet.

Backup direkt aus dem Windows-Explorer starten

Alternativ können Sie eine Backupdatei direkt im Simulator öffnen: Klicken Sie im Windows-Explorer mit der rechten Maustaste auf die Datei und wählen Sie „Simulation starten“.

Unter Windows 11 müssen Sie gegebenenfalls zunächst „Weitere Optionen anzeigen“ öffnen, um diesen Eintrag zu sehen.

Ein Praxisbeispiel: Wetterdaten auf dem Smartphone

Der Simulator kann auch Daten externer Dienste verarbeiten und für die Anzeige bereitstellen. Dieses Beispiel zeigt, wie Wetterdaten über den ProcessDataCollector in eine Simulation gelangen und anschließend auf dem Smartphone angezeigt werden.

  1. Simulation starten
    Starten Sie den Simulator und wählen Sie beispielsweise leer.umsrsim.
  2. Wetterdaten abrufen
    Erstellen Sie im ProcessDataCollector eine Aufgabe, die Wetterdaten von einem Webserver abruft und in die dafür vorgesehenen, extern beschreibbaren Konstanten der Simulation überträgt. Im Beispiel erfolgt die Aktualisierung alle fünf Sekunden.
  3. Anzeige zusammenstellen
    Verbinden Sie im Designer die Wetterdaten aus der Konstantenliste mit den Eingängen passender Merkerblöcke. An deren Ausgänge schließen Sie die gewünschten Anzeigeelemente an.
  4. Mit dem Smartphone verbinden
    Verbinden Sie die Smartphone-App über das Netzwerk mit dem Simulator. Die übertragenen Wetterwerte können nun über die vorbereiteten Anzeigeelemente dargestellt werden.

So lässt sich das Zusammenspiel von Datenabruf, Steuerungslogik und Anzeige ohne ein zusätzliches Compact-Logic-Gerät ausprobieren.

grafik

Starte den Simulator
z.B. leer.umsrsim

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Technischer Hintergrund und Grenzen

Der Simulator verwendet wesentliche Teile desselben C-Codes wie die Gerätefirmware. Für den Betrieb unter Windows werden die Hardwarezugriffe entsprechend angepasst. Dadurch lassen sich die unterstützten Funktionsblöcke direkt am PC ausführen und testen.

Der Simulator dient in erster Linie zum Testen einzelner Funktionsblöcke und ihrer Verknüpfungen. Er bildet jedoch nicht alle Hardwarefunktionen eines realen Compact-Logic-Geräts nach. Hardwareabhängige Funktionen, beispielsweise bestimmte Sensoren, Bus-Schnittstellen oder spezielle Ein- und Ausgänge, stehen deshalb nur eingeschränkt oder gar nicht zur Verfügung.

Eine erfolgreich getestete Logik ist damit eine gute Vorbereitung. Die abschließende Prüfung der tatsächlichen Hardware, ihrer Anschlüsse und ihres Zeitverhaltens erfolgt am realen Gerät.